manchmal wird der platz zu knapp und der kopf fuehlt sich eingeengt angesichts der dinge, die passiert sind. und dann scheint es an der zeit, neu anzufangen, an anderer stelle, an der man ploetzlich wieder atmen kann und die fesseln, die man sich auf grund der aeusseren umstaende selbst angelegt hat fallen ab und auf einmal ist das, was vorher war wieder da.
die zeit ist reif.
danke fuers mitlesen.
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werde ich mich wundern ueber mich selbst, mich aergern, vielleicht aber auch nicht. vielleicht werde ich endlich begreifen dass das hier nicht dafuer gemacht ist, zu rennen. es ist zum fuehlen, sehen, erleben. und all das braucht zeit. nach so vielen busfahrten, zugtrips und den vielen gelaufenen kilometern bin ich muede. alles wird grau ab und zu, als wuerde mein browser abstuerzen. und dahinter verblassen all die farben und bilder, und egal, wie aufregend all das ist, was sich da gerade selbst aufhaengt, ich komme nicht ran. heute ist einer dieser tage. einer von denen, wo ich mich frage warum ich das alles eigentlich mache. warum ich mich 21h quaele, nur um die naechste stadt mit den gleichen menschen und aehnlichen strassen zu begutachten, um immer weiter nach dem erlebnis zu suchen, dass die reise unvergesslich macht- und dabei vollkommen aus den augen zu verlieren, dass es meist micht die stadt, sondern die menschen sind, die eine sache erst zum erlebnis machen. und so sitze ich hier, unter, vor und hinter mir eine weitere stadt mit weiteren strassen, weiteren ‘must-see’-sights, weiteren touren die mich an all die stellen bringen wollen, die mich nicht interessieren. ich moechte das land kennenlernen. aber ich fuehle mich selten willkommen, meist jedoch geduldet. man wirft mich in einen topf mit den vielen anderen, die noch weniger ahnung als ich von der kultur haben, in der sie sich bewegen. die sich betrinken, weil es billig ist und man so ja auch seine zeit herumbringt. weil man am ende sagen kann: klar, da war ich auch. wie gern wuerde ich mich ausserhalb dieser masse bewegen, mich absetzen und einen anderen weg gehen. und scheinbar ist es moeglich. man muss nur wollen. oder eben seine furcht ueberwinden. oder einfach die fresse halten und sich seinem schicksal fuegen. sich damit abfinden, eben nicht das land zu sehen sondern nur das, was das land mir anbietet. diesen kleinen, aufpolierten ausschnitt, der nichts aussagt, der schickgemacht und hergerichtet wurde fuer uns. die meisten hier freuen sich ueber die vielen restaurants, die sich auf ‘western food’ spezialisiert haben, die touren von grab zu grab, verbotener stadt zu kirche, kultur in kleine, leicht verdauliche haeppchen verpackt.
und ich schwanke zwischen noch schneller gehen oder doch noch zwei gaenge zurueckschalten und bin veraergert ueber meine unentschlossenheit, die mich im nichtstun verharren laesst wie ein geblendetes reh im lichtkegel.
warten auf einen besseren tag. darauf, dass alles wieder in allen farben erstrahlt. dass die energie zurueckkommt. der enthusiasmus. auf morgen. aber wer weiss das schon so genau.
wundervoll wie still es plötzlich mitten in der Stadt wird. wie der Schnee alle Geräusche aufsaugt. wie für einen kurzen Moment Ruhe einkehrt. als würde die Stadt für einen Augenblick die Luft anhalten.
“it’s the end of the world as we know it
and i feel fine”
manchmal ist es gut, nicht so weit zu denken, einfach das zu tun, was der Bauch sagt, der Kopf, der alte Spielverderber brüllt schon noch irgendwann laut genug. Und so finde ich mich in einer Situation wieder, die mir Angst macht und gleichzeitig ein kleines bisschen Stolz. Die ich so nicht habe kommen sehen, und hätte mich vor ein paar Monaten jemand gefragt, ich hätte ungläubig mit dem Kopf geschüttelt und milde gelächelt. Mein Weg war so klar und deutlich vor mir ausgebreitet, und ich war mir so sicher, dass ich genau das, und nur das will. Und plötzlich, von einem auf den anderen Tag ist alles anders, zuerst unsicher und ungewohnt, mit kleinen, vorsichtigen Schritten und gesenktem Haupt. Und dann, nach einer Weile, sehe ich zurück und alles ist schon so weit entfernt. Dann sehe ich wieder nach vorne und atme tief ein.
Ich habe in den letzten Wochen und Monaten so vieles gesehen, so viele Menschen getroffen, und es tut so gut zu wissen dass es irgendwie immer weitergeht. Dass ein Abschied immer auch ein Neuanfang ist, dass ich keine Angst haben muss vor dem was kommt. Dass es oft schwer werden wird, dass ich mich einsam und alleingelassen fühlen werde, dass ich das Gefühl habe nicht mehr zu wissen, wie es weitergehen soll- udn am Ende doch alles irgendwie gutgeht. Ich versuche, meinen Kopf auf das, was mich in den nächsten Monaten erwartet vorzubereiten, ihm klarzumachen, dass dort alles anders sein wird aber keinesfalls schlechter. Dass mich Dinge erwarten, die mich begeistern, prägen und vielleicht auch traurig machen, und die mich ganz sicher mein ganzes Leben lang begleiten werden.
Und manchmal, da höre ich den Zweifler in meinem Kopf, der leise aber unaufhörlich flüstert. Der mir Angst macht. Angst davor, die falschen Entscheidungen getroffen zu haben. Der mir zuflüstert, dass am Ende meiner Reise niemand mehr da ist, der auf mich wartet. Dass sich eben nicht nur meine Welt ein ganzes Stück weitergedreht hat sondern auch die aller anderen Menschen. Dass das, was jetzt gerade mit dem Großteil der Menschen passiert, die mir nahe waren auch mit dem kleinen verbliebenen Rest geschieht. Und ich glaube, das ist meine allergrößte Angst.
Aus den Augen, aus dem Sinn.
gerade bei Stylespion gefunden. Im Kontext meines letzten Postings sehr, sehr passend.
SehrEin wenig rührend fand ich den Blogeintrag, den Frau Kaltmamsell- oder besser ihr Mitbewohner- verfasst hat. Wahrscheinlich wünsche ich mir wünscht sich im Grunde seines Herzens jeder, einen solchen Einblick in die Gedankenwelt des Gegenübers zu bekommen. Und auf den Rosentag bin ich mächtig neidisch.
[via jawl]
Gerade gefunden bei out of poppen, bzw. der wunderbaren Ninifaye.
Ich weiß, warum ich auch auf Arbeit und sonst sowieso grundsätzlich immer die Treppe statt des vorhandenen Aufzugs nehme.
Es gibt so einiges, was ich wirklich gerne hätte, aber das hier ist das absolut Genialste. Alleine die Größe und die Masse der Befüllung. Nicht, dass ich nicht daran arbeiten würde, aber bis dahin ist fürchte ich noch ne Menge Zeit…. Den Fernseher und andere elektronische Geräte brauch ich hingegen garnicht (Laptop reicht vollkommen aus)
[via boekengek und Stylespion]
So oder so Ähnlich geht es mir auch in regelmäßigen Abständen.


