ab und zu, vor allem während ich mich mittendrin befand dachte ich, wie schön es wäre die Zeit zurückzudrehen, doch noch irgendwo unterwegs einen anderen Pfad wählen zu können. Um nachher festzustellen: eigentlich war es gut so wie es war. Auch wenn vieles schmerzhaft und langwierig war in diesem Jahr. Und oft muss ich mich daran erinnern dass bei weitem nicht alles schlecht war, ganz im Gegenteil. Nur leider tendiert mein Gehirn -respektive Gedächtnis- dazu, eher die weniger angenehmen Augenblicke zu speichern, weshalb ich inzwischen eigentlich fast immer eine mehr oder minder dezente Stütze mit mir herumtrage.
Und wenn ich mich umdrehe und innehalte, alle Aspekte der vergangenen 12 Monate in all den Facetten versuche zu begreifen dann merke ich, wieviel weiter mich dieses Jahr gebracht hat. Wie oft ich an meine Grenzen gestoßen bin und trotzdem alles irgendwie irgendwann weiterging. Wieviele wundervolle Momente ich mit so vielen liebenswerten Menschen verbracht habe. Dass ich es kann wenn ich nur daran glaube. Dass ich allein mir beweisen kann, dass es in meiner Hand liegt. Wie sehr sich mein Denken und Handelnam Ende doch verändert hat. Wie lange ich mit mir und meinen Entscheidungen gehadert und alles 2,000 mal in schlaflosen Nächten abgewägt habe. Dass jetzt plötzlich etwas vollkommen Neues auf mich wartet. Und auf einmal die Augen wieder offen und die Gedanken frei sind.
Dann, während ich kurz die Luft anhalte merke ich, dass ich zufrieden bin. Mit dem, was ich mir vorgenommen und durchgezogen habe. Mit dem, was in den letzten 12 Monaten war, auch wenn definitiv nicht alles so gelaufen ist, wie ich es mir gewünscht hätte. Mit dem, was in jetzt auf mich zukommt.
Mit mir.
