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Tuesday, November 24th, 2009 | Author: shyen

“it’s the end of the world as we know it
and i feel fine”

manchmal ist es gut, nicht so weit zu denken, einfach das zu tun, was der Bauch sagt, der Kopf, der alte Spielverderber brüllt schon noch irgendwann laut genug. Und so finde ich mich in einer Situation wieder, die mir Angst macht und gleichzeitig ein kleines bisschen Stolz. Die ich so nicht habe kommen sehen, und hätte mich vor ein paar Monaten jemand gefragt, ich hätte ungläubig mit dem Kopf geschüttelt und milde gelächelt. Mein Weg war so klar und deutlich vor mir ausgebreitet, und ich war mir so sicher, dass ich genau das, und nur das will. Und plötzlich, von einem auf den anderen Tag ist alles anders, zuerst unsicher und ungewohnt, mit kleinen, vorsichtigen Schritten und gesenktem Haupt. Und dann, nach einer Weile, sehe ich zurück und alles ist schon so weit entfernt. Dann sehe ich wieder nach vorne und atme tief ein.
Ich habe in den letzten Wochen und Monaten so vieles gesehen, so viele Menschen getroffen, und es tut so gut zu wissen dass es irgendwie immer weitergeht. Dass ein Abschied immer auch ein Neuanfang ist, dass ich keine Angst haben muss vor dem was kommt. Dass es oft schwer werden wird, dass ich mich einsam und alleingelassen fühlen werde, dass ich das Gefühl habe nicht mehr zu wissen, wie es weitergehen soll- udn am Ende doch alles irgendwie gutgeht. Ich versuche, meinen Kopf auf das, was mich in den nächsten Monaten erwartet vorzubereiten, ihm klarzumachen, dass dort alles anders sein wird aber keinesfalls schlechter. Dass mich Dinge erwarten, die mich begeistern, prägen und vielleicht auch traurig machen, und die mich ganz sicher mein ganzes Leben lang begleiten werden.
Und manchmal, da höre ich den Zweifler in meinem Kopf, der leise aber unaufhörlich flüstert. Der mir Angst macht. Angst davor, die falschen Entscheidungen getroffen zu haben. Der mir zuflüstert, dass am Ende meiner Reise niemand mehr da ist, der auf mich wartet. Dass sich eben nicht nur meine Welt ein ganzes Stück weitergedreht hat sondern auch die aller anderen Menschen. Dass das, was jetzt gerade mit dem Großteil der Menschen passiert, die mir nahe waren auch mit dem kleinen verbliebenen Rest geschieht. Und ich glaube, das ist meine allergrößte Angst.

Aus den Augen, aus dem Sinn.

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